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Just a little bit of History!

Viel Geschichte gibt es ja nach europäischen Vorstellungen nicht in diesem wilden Land, aber das wenige ist interessant genug. Denn wenn man in der Wildnis auf eine alte verlassene Siedlung stößt oder gar glücklicher Finder einer alten Pfeilspitze ist, dann sollte man schon wissen, was es damit auf sich hat. Und weil die Yukoner stolz auf ihre Geschichte sind, sollten wir als Besucher die Relikte einer vergangenen Zeit mit Respekt behandeln und nichts mitnehmen oder gar zerstören.

 

Vor etwa 30 000 Jahren kamen sozusagen die ersten Immigranten aus Sibirien über die Bering-Landbrücke, mehrere Einwanderungswellen aus dem asiatischen Raum folgten. Heute unterscheidet man acht unterschiedliche indianische Bevölkerungsgruppen, die meisten gehören der athapaskischen Sprachengruppe an, wie die Inland-Tlingit, Gwitchin oder Tutchone.

Doch mit der Exploration des Yukon als Goldgrube des weißen Mannes begann mit der Einschleppung von Krankheiten und mit rücksichtslosem Gewinnstreben der Niedergang dieser First Nations, wie die Ureinwohner heute im Umgangsenglisch offiziell genannt werden.

Daneben leben noch im äußersten Norden kleine Gruppen von Inuits, die 'wahren Menschen', wie sie sich selbst nennen, deren Vorfahren vor etwa 5000 Jahren in das Land kamen.

Zunächst nur von wenigen Goldsuchern besucht, schwappte nach dem aufsehenerregenden Goldfund 1898 am Rabbit Creek bei Dawson, später als Bonanza Creek berühmt geworden, eine gigantische Welle gieriger Goldsucher von schätzungsweise 30-50000 Menschen über die gefährlichen Bergpäße Chilkoot und White Paß von der Pazifikküste in das Landesinnere. Go north- the rush is on hieß es weltweit, aber was heute gerne romantisiert dargestellt wird, muß im Grunde eine grauenvolle Strapaze für Mensch und Tier bedeutet haben.

So starben alleine am Whitepaß in einem einzigen Winter 3000 Pferde, zu Tode geschunden und vor Hunger. Auch Schlittenhunde spielten eine große und wichtige Rolle bei diesem berühmt-berüchtigten Kapitel der Geschichte, Jack London läßt grüßen. Überall im Yukon findet man heute Überreste alter Miningcamps und am Ufer des Yukon River verrotten pittoresk die Reste der einstmals so stolzen Schaufelraddampfer. 

Den besten Einstieg in die Geschichte des Yukon dürfte ein Besuch des Beringia Museum und des McBride Museum in Whitehorse bieten. Auch in der Mac's Fireweed Buchhandlung (Mainstreet) wird der interessierte Leser sehr fündig.