Schlittenhundetour auf dem Yukon River Blue Kennels im Yukon Huskyland
 
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Fragen und Antworten

Alaskas Husky Geschirr Puppies
Ausrüstung Kommandos Schlitten
Bootie Kennel Stake Out
Erste Hilfe Anschirren Training
Dehydration Probleme mit Hunden Camping

 

Was ist ein Bootie? Bei bestimmten Schneeverhältnissen bekommen die Hunde kleine Schuhe - die Booties - aus Cordura-Gewebe mit Klettverschluß angezogen um Aufschürfungen zwischen den Zehen zu vermeiden. Der Verschleiß ist groß, die Hundesocken halten leider nur etwa 20-40km Laufdistanz.
Was ist ein Alaskan Husky? Die in Kanada und Alaska verwendeten Schlittenhunde unterscheiden sich äußerlich oft von den in Europa bekannten Siberian Huskies. Die sogenannten Alaskan Huskies mit ihrem schlanken Körperbau, manchmal kurzfellig und sogar weiß, sind aus Siberian Huskies, Eskimohunden und Windhunden entwickelte Zuchtlinien, die die positiven Eigenheiten dieser Rassen vereinen: Schnelligkeit  und Ausdauer über lange Distanzen sowie hohe Sozialisierungsfähigkeit. 
Wie wird ein Hund angeschirrt? Der Einfachheit halber verwenden wir hier gleich die englischen Fachausdrücke. Das gesamte Hundeteam ist über die zwischen den Hunden verlaufende Mainline (Hauptzugkabel) aus nylonummantelten Stahlkabel mit dem Schlitten verbunden. Die Mainline besteht aus einzelnen etwa 3m langen Segmenten. An jedem Segment werden mit je einer Tugline (Zugleine) und einer Neckline (Halsleine) bis zu zwei Hunde links und rechts der Tugline eingeschirrt.
Stake out Vor dem Einschirren an den Schlitten kommt das Hundeteam in der Regel an den Stake out, eine gespannte Kette, an der die Hunde zusammengestellt und auch mit den Zuggeschirren versehen werden. Von diesem Stake out aus wird dann mit den Leithunden beginnend das Team der Reihe nach paarweise an die Mainline eingehängt.
Welche Befehle verstehen die Hunde? Um es vorweg zu nehmen: Leithunde müssen Kommandos sicher verstehen. Man unterscheidet sogenannte Gee/Haw Leader und Trailleader. Erstere können die Links (Haw)- und Rechts (Gee)-Kommandos sicher umsetzen, während Trailleader gut in der Gruppe mit anderen Teams zusammenlaufen. Zwei Kommandos werden von allen Hunden verstanden: Ein lautes Ready - Let's Go (Loslaufen) und ein gedehntes Wohooo (Anhalten). Wir empfehlen dem Anfänger sich auf die beiden letzteren Kommandos zu beschränken. Keinesfalls sollten eigene Kommandos verwendet werden. Und sollte einmal versehentlich ein falsches Kommando gegeben werden (z.B. Gee und Haw verwechselt) muß dies leider auch durchgeführt werden, auch wenn dies u.U. ins Nichts führt. Denn wie soll der Leithund eine Rücknahme des Befehls verstehen?
Für was wird ein Harness benötigt? Das Zuggeschirr, auch Harness genannt, muß genau auf Körperbau und Größe des Hundes angepaßt sein. Ist das Geschirr zu klein oder sitzt falsch, sind Scheuerstellen die Folge. Ist es zu groß, kann sich der Hund verwickeln oder schlüpft aus dem Geschirr heraus. In das Geschirr wird die Tugline mit einem kleinen Karabinerhaken eingehängt.
Was ist ein Toboggan-Schlitten So nennt man die etwa 2,5m langen Tourenschlitten mit den schmalen Kufen und der durchgehenden Gleitfläche dazwischen für gelegentliche Tiefschnee-Verhältnisse. Doch sind diese Schlitten eigentlich mehr für den eingefahrenen Trail geeignet. Je nach Beladung (bis zu 100kg Last), Gewicht des Mushers und Distanz wird dann die Anzahl der Hunde festgelegt. Als Anhaltspunkt: Ein Team von 4-6 Hunden ist ohne weiteres in der Lage, einen 80kg schweren Menschen mit Schlitten und Grundausrüstung über mehrere Stunden zu ziehen.
Hunde-Training Schlittenhunde sind Hochleistungssportler. Und genau wie Menschen müssen sie an ihre mögliche Leistung und Disziplin durch ein Aufbautraining herangeführt werden. Schlittenhunde können allerdings nur bei kühl-kalter Witterung belastet werden, zu groß wäre die Gefahr einer gefährlichen Austrocknung (Dehydration). Das Training beginnt im Frühherbst - oft nachts -mit kurzen Tagestouren vor einem Buggy und endet bei Beginn des Winters mit Tagesdistanzen von bis zu 50km, für Rennhunde sogar über 100km.
Musher's Ausrüstung  Die meisten Europäer haben von der im Yukon winterlichen Kälte falsche Vorstellungen. Meist ist es etwa 20-25 Grad kalt, eine trockene, gut verträgliche Kälte. Sicher, es kann bis zu -50 Grad C kalt werden und man muß dann gewisse Vorsichtsmaßnahmen wie nicht tief atmen bei Anstrengung, aber auch eine geeignete Kleidung treffen. Blue Gäste können eine für die Schlittenhund-Exkursionen geeignete Ausrüstung, bestehend aus Parka, Wärmehose, Wärmestiefel und Handschuhe mieten. Keine in Europa erhältliche äußere Kältekleidung wird im übrigen den gestellten Anforderungen beim Mushing während solcher Minustemperaturen gerecht. 
Ist Wintercamping gefährlich?  Zu Blue's Schlittenhund- und Skidoo-Exkursionen gehört auch das Übernachten im Freien. Keine Angst, niemand muß sich ein Schneeloch graben. Wir schlafen in der Regel in mit einem kleinen Yukonofen beheizten Trapperzelten oder Blockhütten. Dafür reichen dann Schlafsäcke mit Komfortbereich von -15 Grad C. Aus hygienischen Grunden bitten wir diese Schlafsäcke mit zu bringen. Wir halten jedoch eine begrenzte Zahl zum Verleih bereit (bitte vorbestellen).

Gekocht wird am offenen Feuer und es macht besonderen Spaß, sich im winterlichen Busch dann ein Steak oder Wurst zu grillen. Zu dieser Zeit ungefährlich, denn die Bären schlafen tief und Wölfe sind zu menschenscheu und auch zu selten, um sich zu nähern.

Was ist Dehydration  Nicht nur Hunde können bei übermäßiger Anstrengung dehydriert werden. Die trockene Winterluft des Yukon (<55% rel. Feuchtigkeit) läßt den menschlichen Körper schnell austrocknen. Es klingt unwahrscheinlich, aber im Yukon muß ebenso viel wie bei einem Tropenurlaub getrunken werden, also mindestens 2L/Tag!
Kennel  So bezeichnet man einen Schlittenhund-Zuchtbetrieb. Wir von Blue Kennels züchte unsere Hunde selbst. Ein Besuch oder Aufenthalt im Kennel ist eine spannende und lehrreiche Sache.
Puppies  So bezeichnet man die Huskies von Geburt an bis zum Eintritt als etwa 1jähriger Schlittenhund in das Arbeitsleben. Eine ungestüme Zeit, in der die Hunde im Spiel das Gruppenverhalten aber auch die Sozialisierung zum Menschenpartner erlernen. Diese Zeit ist wohl die wichtigste Zeit für die Prägung des Tieres. Auch wenn man mit den süßen Kleinen spielt, so sollte man nie vergessen, daß jedes Spiel, jede Balgerei ein wichtiger Lernschritt zum Erwachsensein ist.
Probleme?  Mein Hund zieht nicht! hört man von manchem Rookie, so nennt man die Anfänger beim Hundeschlittenfahren, in den ersten Tagen. Doch muß sich der angehende Musher eines hinter die Ohren schreiben: Ein Schlittenhundteam ist kein Fahrrad- oder Taxi-Ersatz. Man kann Schlittenhunde für ihre Leistung nicht bezahlen oder gar bestechen. Schlittenhunde sind Lebewesen und haben ausgeprägte Persönlichkeiten. Sie sind feinfühlig, haben Launen, sie können krank sein, verliebt oder auch einfach mal stinkfaul. Und wenn der Typ da hinten auf dem Schlitten auch noch die falsche Chemie mitbringt, brüllt, fordert, vielleicht auch mal tritt, dann wird die Beziehung schnell aufgekündigt. Deswegen also bitte Geduld, besser Vertrauen in jeder zur Verfügung stehenden Minute aufbauen. Und auch das gehört dazu: die Pflege des Hundes mit Füttern und Saubermachen übernehmen, ihm zeigen, daß man für ihn da ist. Und wenn es dann immer noch nicht klappt, nun, erst dann werden wir den Griesgram austauschen. Na, wen wohl? 
Erste Hilfe  Mushing ist Outdoor-Aktivität, das kann immer eine Verletzung für Mensch und Tier beinhalten. Doch verletzten sich Musher-Anfänger sehr selten, Stürze sind meist ohne Folgen und eigentlich fast ausschließlich nur in den ersten Tagen üblich. 

Unsere vierbeinigen Athleten haben es dagegen im Verletzungsfall ungleich schwerer. Wenn sie sich eine Zerrung zugezogen haben, merken wir es erst oft am nächsten Tag wenn der Hund uns mitleidheischend ansieht oder gar humpelt. Der Gründe gibt es viele: in ein tiefes Trittloch eines Elches getreten (Fehler vom Musher: warum ist er nicht an dieser Gefahrenstelle langsamer gefahren?), vielleicht ein Muskelriss (Musher-Fehler: Beim Losfahren nicht auf der Bremse gestanden und für die noch kalte Hundemuskulatur viel zu schnell losgeprescht) oder gar dehydriert (Musher-Fehler: über Stunden zu schnell und ohne Rast gefahren!) oder die Ballen wundgelaufen (Musher-Fehler: keine oder zu spät Booties angezogen). Man sieht, die Verantwortung für die Hunde liegt immer beim Menschen. 

Blue's Musher-Guides sind für Notfälle bei Mensch und Tier ausgebildet und führen auch eine gut ausgestattete Erste-Hilfe-Box mit.